Wichtiges Urteil für Waffenbesitzer

Kein Verzicht auf WBK nach Einleitung des Widerrufsverfahrens

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine für Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse bedeutsame Entscheidung getroffen, die wieder einmal zeigt, dass es im Waffenrecht immer zur schärfsten aller Auslegungsmöglichkeiten des Gesetzes kommt. Der Kläger war Inhaber eines Kleinen Waffenscheins. Die zuständige Waffenbehörde erhielt Kenntnis davon, dass der Kläger anlässlich Fasching sichtbar und
erkennbar eine Spielzeugwaffe getragen habe und gegenüber den herbeigerufenen Polizeibeamten einen psychisch auffälligen Eindruck gemacht habe.

Die Behörde forderte ihn zur Vorlage eines fachpsychologischen Gutachtens auf. Dies verweigerte der Kläger und erklärte zugleich seinen Verzicht auf die Erlaubnis sowie dass er künftig keine Waffen mehr führen werde; die Erlaubnisurkunde gab er zurück.
Das Landratsamt widerrief die erteilte Erlaubnis; hiergegen erhob der Kläger Klage mit der Begründung, die Erlaubnis sei aufgrund des Verzichts erledigt. Dem folgte das Verwaltungsgericht und hob den Bescheid auf, weil die Erlaubnis aufgrund des Verzichts bereits unwirksam gewesen sei. Der Verwaltungsgerichtshof bestätigte diese Entscheidung.

Das Bundesverwaltungsgericht hob beide Entscheidungen auf und stellte fest, dass ein Verzicht einem Widerruf nicht entgegenstehe, wenn die Waffenbehörde aufgrund von Anhaltspunkten für den Wegfall der Zuverlässigkeit oder persönlichen Eignung das Widerrufsverfahren eingeleitet habe.

Zwar könne ein auf die erteilte Erlaubnis verzichten, die damit erloschen sei.
Ein solcher Verzicht sei aber nicht mehr möglich, wenn dem öffentliche Interessen entgegenstehen; dies sei bei waffenrechtlichen Erlaubnissen der Fall, weil durch Verwaltungsakt verbindlich die fehlende Zuverlässigkeit oder Eignung festgestellt werden müsse.

Das Bundesverwaltungsgericht leitet dies daraus ab, dass die Risiken, die mit jedem Waffenbesitz ohnehin verbunden sind, auf ein Mindestmaß zu begrenzen und nur bei solchen Personen hinzunehmen sind, die nach ihrem Verhalten Vertrauen darin verdienen, dass sie mit Waffen und Munition jederzeit ordnungsgemäß umgehen. Diese Feststellungen sind gefestigte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts,
dem die nachgeordneten Gerichte zumeist blind folgen.

Dieses Ziel der Risikominimierung könne nur dann erreicht werden, wenn den Behörden jederzeit Umstände bekannt seien, die für die Überprüfung der Zuverlässigkeit von Bedeutung sind.
Als Anregung an den Gesetzgeber sind die weiteren Ausführungen zu verstehen, dass auch der Verzicht auf eine Erlaubnis im Nationalen Waffenregister registriert werden sollte, um der zuständigen Behörde ein umfassendes Bild für die Möglichkeit eines Waffenbesitzverbotes oder die Ablehnung zukünftiger Anträge zu geben.
Zwar betraf der konkrete Fall nur den Kleinen Waffenschein.
Die Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts betreffen jedoch jede waffenrechtliche Erlaubnis und können verallgemeinert werden.

Damit kann niemand mehr einem förmlichen Widerrufsverfahren entgehen, selbst wenn er auf die Erlaubnis verzichtet und seine Waffen abgibt.
Die einmal getroffene Feststellung der Unzuverlässigkeit bleibt für immer in den Akten!

(BVerwG, Urteil vom 17.1 1 .2016 - 6 C 35/15)

Quelle: DSB vom 04.08.2017

Infothek Waffenrecht

Bestandsschutz für Waffenschränke: bisherige Nutzung ausschlaggebend

04.08.2017 – In Abstimmung mit dem Forum Waffenrecht weist der Deutsche Schützenbund darauf hin, dass für den Bestandsschutz von A- und B-Waffenschränken die bisherige, rechtmäßige Nutzung relevant ist; Voraussetzung für den Bestandsschutz nach §36 Abs. 4 Waffengesetz ist daher nicht die Anmeldung bei der Waffenbehörde.
Nachdem das neue Waffengesetz in Kraft getreten ist, häufen sich die Fragen von Jägern, Sportschützen und Sammlern zum Bestandsschutz von A- und B-Waffenschränken. Offenbar wollen einige zuständige Behörden die Nachmeldung von Schränken nicht akzeptieren, die vor dem Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes in Benutzung, aber nicht bei der Behörde gemeldet waren.
Dies ist aus unserer Sicht nicht korrekt: Die Voraussetzung für den Bestandsschutz nach § 36 Abs. 4 Waffengesetz ist nicht die Anmeldung bei der Waffenbehörde, sondern die Aufrechterhaltung der bisherigen rechtmäßigen Nutzung. Wenn also bis zum 6. Juli 2017, dem Tag, an dem das neue Waffengesetz mit seinen Änderungen in Kraft trat, Waffen zulässig in Schränken der Widerstandsgrade A oder B gemäß VDMA 24992 aufbewahrt worden sind, dürfen diese auch weiterhin vom bisherigen Nutzer verwendet werden.
Das Forum Waffenrecht empfiehlt den Nutzern von A- und B- Waffenschränken der Behörde, die eine Nutzung vor dem Stichtag anzweifelt, entsprechende Nachweise - etwa Zeugen oder Kaufbelege - anzubieten und dann um eine schriftliche Bestätigung der Anerkennung zu bitten. In letzter Konsequenz müsste das Bestehen der bisherigen Nutzung und damit des Bestandsschutzes durch Verwaltungsgerichte festgestellt werden.
Um künftig Unsicherheiten auszuschließen, weist das Forum Waffenrecht Besitzer von A- und B-Schränken darauf hin, Belege für die Nutzung der Schränke vor dem Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes sorgfältig aufzubewahren und ihren Waffenbehörden die genutzten Waffenschränke zu melden.

Weitere Fragen und Antworten unter der Rubrik GUT ZU WISSEN auf unserer Internetseite.
(D.P.)

der DSB teilt mit, dass es ein neues Schreiben des BMI vom 19.01.2015 gibt, die für uns Schützenvereine wichtig sein kann.
Bitte den Link auf die DSB-Internetseite folgen: http://www.dsb.de/infothek/schiessstandsachverstaendige/neuregelung-ssv/

 

 

Hier sind einige Gerichtsurteile und Fallbeispiele.

Urteil oder Fall Datum
Sachkundeprüfungen Hameln 2000 22.07.2017  
Waffen und Alkohol 22.10.2014 Wichtig !
Waffen im Kleiderschrank 11.06.2013
Pistole im Bett (geladen) 19.06.2013  
Häusliche Gewalt 27.05.2013  
Transport im Kofferraum 10.05.2013
Regelvermutung 04.04.2013
Transport eines Pistolenkoffers  2013
Stand: 04.08.2017  

Unzuverlässigkeit eines Waffenbesitzers bei Schusswaffengebrauch unter Alkoholeinfluss

Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisierten Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch,
rechtfertigt dies die Annahme,
dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist,
auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt.
Dies hat das Bundesverwaltungsgereicht in Leipzig am 22.10.2014 in einem Urteil entschieden.

BVerwG  6  C 30.13 - Urteil vom 22.10.2014.

Kurzbescheibung:
Ein Jäger fuhr mit seinem Auto von seinem Haus zu seinem Jagdrevier, nachdem er zuvor zwei Gläser Rotwein (0,5 l) und ein Glas Wodka (30 ml) getrunken hat. Vom Hochsitz aus erlegte er einen Rehbock mit einem Schuss. Auf der Rückfahrt wurde er von Polizeibeamten angehalten. Ein freiwilliger Alkoholtest vor Ort ergab einen Wert von 0,47 mg/l Atemluftalkoholkonzentration. Das zuständige Polizeipräsidium widerrief die waffenrechtlichen Erlaubnisse: Der Jäger (Kläger) sei im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig, weil er eine Waffe im alkoholisierten Zustand zu Jagdzwecken benutzt habe. Das Verwaltungsgericht Köln hat die Klage des Klägers abgewiesen, das Oberverwaltungsgericht Münster die Berufung des Klägers zurückgewiesen und das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Revision des Klägers zurückgewiesen. Die Erklärung zum Urteil befindet sich unter der Rubrik "Gerichtsurteile".

Unter Alkoholeinfluss mit Schusswaffen schießen oder transportieren sollte man unterlassen!

 

 

Schießanlage / Schießstand          

Schießstandbetreiber (Verein) NSSV    
Neuregelung SSV 
DSB 00/00 Link
Schießstandverordnung DSB 09/14 Datei
Merkblatt Reinigung Schießanlagen NSSV 06/14 Datei
Reinigung einer Raumschießanlage Bund 06/14 Datei
Reinigung RSA Niedersachsen (wichtig)
Land 06/14 Datei
Reinigungsbuch (Muster) NSSV 03/15 Datei
Raumschießanlage "Rückwand" neu Bund 07/14 Datei
       
       

wurde überarbeitet von der Fachlichen Leitstelle, Behörde für Innerers Hamburg.
Die Übersicht der Waffentypologie gemäß XWaffe, Version 1.3.1. ist auf den neusten Stand (01.03.2014) und ist für die Beantragung für den Waffenerwerb zu verwenden. Im Internet ist die Standardisierung der häufig angefragten Waffen unter www.nwr-fl.de zu finden. Für uns Sportschützen ist nur ein kleiner Teil der umfangreichen Auflistung zuständig, der große Rest für Waffensammler und andere berechtigte Personen. Besondere Informationen finden Privat-Waffenbesitzer unter https://www.nwr-fl.de/Seiten/private-waffenbesitzer.aspx

 

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Dietmar Piklaps
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ist eine schöne Zeit im Winter. Man ist fröhlich und hat viel Spaß.
Aber in der Karnevalszeit sollte man sein Auto zu hause lassen.
Wer sich alkoholisiert hinter das Steuer seines Autos setzt, läuft Gefahr, mehr als nur den Führerschein zu verlieren. Jedem Sportschützen oder Jäger sollte dieses bewusst sein, besonders in dieser Jahreszeit, verlieren viele ihre Fahrerlaubnis. Nicht nur der Strafbefehl kostet viel Geld, sondern auch der Verlust der Zuverlässigkeit. Die Waffen werden beschlagnahmt. Auch beruflich kann es sehr ernst werden, so mancher Arbeitsgeber kündigt einem ohne Führerschein. Die Zuverlässigkeit wieder zu erlangen ist sehr schwierig, um sich wieder am Schießsport oder Jagd zu beteiligen. In der Regel nach 5 Jahren, aber dieses ist nicht zwingend, viele erhalten ein Lebenlang keine Zuverlässigkeit im Bezug auf Waffenbesitz.

19.11.2013 – Die Kontrolle von Schusswaffen auf dem europäischen Kontinent stellt eine hohe Priorität für die Europäische Kommission dar, die eine Reihe von EU-weiten Maßnahmen erlassen hat, um die einzelnen nationalen Verwaltungen bei der Durchsetzung von Kontrollen der Schusswaffen und bei der Verbesserung der Überwachung der Bewegung von Schusswaffen in die EU und innerhalb der EU-Mitgliedstaaten zu unterstützen. (Quelle DSB).

 Hier der Link zum Kommentar des DSB.

http://www.dsb.de/infothek/recht/waffenrecht/aktuelles/meldung/5171-Informationen-von-der-Europaeischen-Kommission-zum-Thema-Waffenrecht/

 Es ist schon bemerkenswert was die Europäische Kommission für Informationsquellen über unsere deutschen legalen Waffenbesitzer hat.  Jürgen Kohlheim (Vizepräsident DSB) hat die treffende Antwort auf die EU Kommission gegeben.
 
„Bemerkenswert ist die für Deutschland angenommene Zahl von 30,3 legalen Schusswaffen pro 100 Einwohner. Wenn ich richtig rechne, haben wir gut 80 Millionen Einwohner und gut fünf Millionen Schusswaffen – macht nach meiner Mathematik zwischen 6 und 7 Schusswaffen pro 100 Einwohner. Hier wird mit Zahlen gleich wieder Stimmung gemacht, denn der Ansatz würde zu 24 Millionen Schusswaffen in Deutschland führen. Ein Schelm, wer bei solcher Statistik Böses denkt.“

(Quelle DSB)

 24.10.2013 – Am Montag verkündete die EU-Kommissarin Cecilia Malmström die Pläne der Europäischen Union zur Verschärfung des Waffenrechts in Europa. Der Deutsche Schützenbund wendet sich gegen diesen erneuten Vorstoß der EU-Kommission, der teilweise auf falschen Zahlen und manipulierten Meinungen beruht. „Die Vorschläge der EU-Kommission zielen daneben“, sagt dann auch Jürgen Kohlheim, Vizepräsident Recht des DSB.

Die von der Kommission zitierten Statistiken wollen die Zahl legaler Waffen mit der Gesamtbevölkerung eines EU-Landes in ein Verhältnis setzen. Hierbei werden jedoch auch die Schätzungen über illegale Waffen mitberücksichtigt, so dass die Kommission ein verfälschtes Bild des tatsächlichen legalen Waffenbesitzes zeichnet.

Grundlage der geplanten Maßnahmen sind zwei Umfragen der EU-Kommission vor einigen Monaten, in der die EU-Kommission nach dem subjektiven Sicherheitsempfinden der EU-Bürger fragte und dabei suggestive Fragestellungen verwendete.

„Derartig manipulierte Meinungen können und dürfen nicht zur Grundlage ernsthafter Bemühungen um Fortschritte für die innere Sicherheit aller EU-Länder sein“, so Jürgen Kohlheim.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem eine europaweite Harmonisierung des Waffenrechts, die Einführung biometrischer Sicherungssysteme an der Waffe und Vorschriften zur Aufbewahrung. Alle Maßnahmen sollen insbesondere dem Kampf gegen den illegalen Waffenhandel dienen.

Die Ziele der Bekämpfung der Waffenkriminalität und des illegalen Waffenhandels werden auch vom Deutschen Schützenbund nachhaltig unterstützt. Diese Ziele werden aber nicht dadurch erreicht, indem man die Sportschützen als rechtstreuen legalen Waffenbesitzer immer weiter in ihrem sportlichen Umfeld beschränkt. Doch schlägt der Bericht der EU-Kommission gerade eine Reihe von Maßnahmen vor, die sich im Wesentlichen erneut gegen den gesetzestreuen Bürger richten.

Schon jetzt macht die EU auch im Waffenrecht den Mitgliedsstaaten Vorgaben. Die europäischen Vorgaben werden in Deutschland nicht nur eingehalten, sondern sogar übererfüllt.

„Deutschland hat bereits eines der strengsten Waffengesetze der Welt“, resümiert DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim, „weitere Verschärfungen ohne jeden Sinn und ohne Augenmaß darf es daher nicht geben.“

Zwar mag bei einer Neufassung der europäischen Feuerwaffenrichtlinie aufgrund des derzeitigen deutschen Waffenrechts ein Änderungsbedarf in Deutschland gering sein. Dennoch drohen dann Neuerungen, die keinen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bringen würden. Die beabsichtigten Änderungen würden lediglich mehr unnötige Bürokratie und noch weitergehende Einschränkungen der Grundrechte und Regelungen bewirken, die für die sachgerechte Ausübung des Schießsports zu erheblichen Problemen führen würden.

Dies gilt insbesondere für die – nicht enden wollende – Diskussion über biometrische Sicherungssysteme für Waffen, deren Systeme leicht überwindbar sind und für die schießsportliche Praxis erhebliche Nachteile mit sich bringen. Aus guten Gründen wurde daher bisher weltweit von einer Einführung abgesehen.

Der Deutsche Schützenbund wird sich einem konstruktiven, vor allem aber sachlichen Dialog nicht verschließen. Er wendet sich aber gegen jegliche Regelungen, die aus Emotionen heraus getroffen werden und das eigentliche Ziel – die Bekämpfung der Waffenkriminalität – verfehlen, dafür aber den legalen Waffenbesitzer treffen.

durch die zuständige Ordnungsbehörde.

Wer eine Schiessstätte betreibt, eine Schiessstätte benutzt oder in ihr Aufsicht führt, hat der zuständigen Behörde auf Verlangen die für die Durchführung dieses Gesetzes (WaffR) erforderlichen Auskünfte zu erteilen.

Betreibt der Auskunftspflichtige eine Schiessstätte, so sind die von der Behörde mit der Überwachung beauftragten Personen berechtigt, Betriebsgrundstücke etc. zu betreten, um dort Prüfungen und Besichtigungen vorzunehmen (§ 39 Abs. 2 WaffG).

Waffenrechtliche Bestimmungen für den Zugang zu Vereinswaffenkammern. 

Die Verantwortung für die Regelung desZugangs zu den erlaubnispflichtigen Waffenträgt der 1.Vorsitzende. Er vertritt den Vereinnach § 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich.   Er kann die Verantwortung auf andere Berechtigte  schriftlich delegieren, wenn er selbst nicht die Voraussetzungen dazu erfüllt ( Waffensachkunde und Alterserfordernis).

Die Vereins-Waffenbesitzkarte kann auf eine natürliche (berechtigte) Person ausgestellt werden, z.B. den Vereinsvorsitzenden, einen Schießsportleiter oder auf eine juristische Person; den eingetragenen Verein.

Die Zugangsberechtigten zu den erlaubnispflichtigen Waffen werden vom Verantwortlichen des Vereins schriftlich benannt und an die Ordnungsbehörde gemeldet.

Diese Personen müssen folgende Zugangskriterien erfüllen;                                                                                 

  • nachgewiesene Waffensachkunde,
  • Alterserfordernis erfüllt (18 Jahre für KK-Waffen, 25 Jahre für Großkaliberwaffen).

Die Ordnungsbehörde wird für die gemeldeten Personen eine Überprüfung auf persönlicheEignung und Zuverlässigkeit vornehmen.
Dieses wird meistens mit einer Gebühr berechnet.

und an die  Ausbildungsleiter der Kreisverbände.
Auf der internen Seite “Dozenten/Prüfer” befindet sich der neue Ablauf der WSK-Prüfung im NSSV.
Neuer Formulare und Checklisten.
Überarbeitete Nachweise WSK.
Stand: 26.09.2013.

Dietmar Piklaps
Referent WaffR und WSK

Viele Vereine fragen nach, ob der Gesetzgeber, waffenrechtliche Auflagen für das Lichtpunktschießen vorschreibt.
Im waffenrechtlichen Sinne ist das Lichtpunktschießen kein “SCHIESSEN“, da weder kalte Gase oder Munition verschossen werden.

Es gibt keine Altersbegrenzung für das Lichtpunktschießen.
Um allen Ärger aus dem Wege zu gehen, empfiehlt der NSSV, die Lichtpunktgeräte mit einem roten Signalband – sichtbar – zu Kennzeichnen. Somit gibt es auch keinen Anschein einer Schusswaffe.
Bei Minderjährigen sollten die Sorgeberechtigten eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben.
Auch die Gebote der Aufsicht und unter Obhut eines Jugendbasislizenzierten sollten wie beim herkömmlichen Schießen berücksichtigt werden.

In der Rubrik „Hinweise“  habe ich eine ausführliche Beschreibung “Lichtpunktschießen” hinterlegt.

Anscheinswaffen dürfen nach § 42a Abs. 1 Nr. 1 WaffG künftig nicht mehr geführt werden.
Ihr Besitz ist aber weiter möglich.

Der Begriff einer Anscheinswaffe löst sich von der bisherigen Beschränkung auf Imitate
von Kriegswaffen und sogenannten Pump-Guns.

Er erfasst nun folgende drei Fallgruppen:

1. Schusswaffen (d. h. Kurz- oder Langwaffen), die ihrer äußeren Form nach
     im Gesamterscheinungsbild den Anschein von Feuerwaffen hervorrufen
     und bei denen zum Antrieb der Geschosse keine heißen Gase verwendet werden;

2. Nachbildungen von Schusswaffen mit dem Aussehen von Feuerwaffen;

3. unbrauchbar gemachte Schusswaffen mit dem Aussehen von Feuerwaffen.

Weiter Ausführungen sind unter der Rubrik  “gut zu wissen” zu lesen.

Kurz – Information zum Sachverhalt „Schießstand“ im Schützenverein.

Seit 23.10.2012 ist eine neue Schießstandrichtlinie in Kraft und anzuwenden;

eine maßgebliche Neuregelung ist,
das auf Schießanlage für Druckluftwaffen an der Abschlusswand bis zu einer Höhe von 3 m kein Holz mehr vorhanden sein darf;

bei Deckenvertäfelungen müssen die Nuten und Federn in die Schussrichtung verlaufen (also nicht quer). Spätestens bei der nächsten Abnahme / Kontrolle sind solchen Dinge als Mängel zu beanstanden; (Abschlusswand betreffend – gilt auch für die Blenden vor den Lampen.) es gibt hierbei keinen Bestandschutz.

 Zur Reinigung auf KK-Schießanlagen ist kein Sprengerlaubnisschein nach § 27 SprengG erforderlich; auf GK- oder Vorderladerständen allerdings sehr wohl (Hier für ist die Mindestforderung, dass einer den Sprengerlaubnisschein besitzt, der Aufsicht beim Reinigen führen kann, und die anderen unterweist).

 Vorgetragen durch Michael Prelle – Schießstandsachverständiger des NSSV Hannover.

Des Weiteren sind die Unterlagen der Zulassung der Schießstände vor Ort aufzubewahren.

ist für uns Sportschützen sehr wichtig!

Unberechtigte dürfen keinen Zugriff auf Schusswaffen und Munition haben.
Es ist das Waffenrecht und dessen Verordnungen einzuhalten.
Wer dagegen verstösst, muss mit sehr empfindlichen Strafen – zurecht- rechnen.
Der NSSV Hannover weist seine Mitglieder ausdrücklich darauf hin, dass die Regeln und Gesetze eingehalten werden.
Die Zuverlässigkeit eines jeden Schützen kann bei Missachtung der Aufbewahrungspflicht entzogen werden, sogar strafrechtlich verurteilt werden.

Unter der Rubrik “gut zu wissen” ist ein Merkblatt “Aufbewahrung von Schusswaffen” hinterlegt.

einzelner Sportschützen mit erwerbspflichtigen Schusswaffen.

Viele Sportschützen fragen nach, wie der Schießnachweis erbracht werden soll und was man angeben muss. Es gibt sehr viele unterschiedliche Meinungen darüber.

Einige Verwechseln es mit dem Führen von Waffenbüchern des Waffenherstellers, Händlers, Büchsenmachers bzw. mit den Polizei- und Bundeswehrschießkladden. Das ist nicht unser Verfahren nach dem Waffengesetz. Auch einen Nachweis über Vereinswaffen benötigen wir nicht (Der sogenannte Lebenslauf einer Waffe).

Seit 2003 müssen die Behörden einen erstmaligen WBK – Besitzer nach drei Jahren erneut sein Bedürfnis überprüfen. Danach kann die Behörde das Fortbestehen des Bedürfnisses überprüfen. Zuverlässigkeit und persönliche Eignung werden mindestens alle 3 Jahre überprüft.

Weiteres unter der Rubrik “Hinweise”.    Der § 15 des Waffengesetzes regelt die Verfahrensweise.

Der Verein ist verpflichtet, einen Nachweis über die Schießaktivitäten zu führen.

aus dem Verein.
Tritt ein(e) Sportschütze/in aus dem Verein aus und ist in Besitz einer WBK, so hat der Verein die Pflicht den Inhaber der WBK der örtlichen Behörde zu benennen. WaffG, § 15 Abs. 5.  Alles weitere unter der Rubrik “gut zu wissen”.

durch den Verein.
Einige Schützenvereine fragen nach, wie man die Bestellung von Aufsichten beim Schießen durchführt.
Hier habe ich unter der Rubrik, “gut zu wissen” und “Formulare” die Verfahrensweise der Bestellung dargestellt.
Ich empfehle diese Verfahrensweise auf den gesamten NSSV anzuwenden.

ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit bei der Durchführung von Wettkämpfen oder Trainingseinheiten.

Die Aufgaben werden in der Sportordnung DSB (SpO 0.6.1) sowie im Waffenrecht und dessen Verordnungen geregelt (WaffG §3, §5 , §27 und AWaffV §5, §10, §11 )

Die Aufsicht hat folgende Aufgaben:

- Einhaltung der Wettkampfregeln nach Sportordnung DSB.
- Sicherheit vor, während und nach dem Schießen zu gewährleisten.
- Weisungsbefugnis gegenüber allen Personen, die am Schießen teilnehmen.

Ort der Aufsicht ist der Schießstand, hinter dem Schützen.
Es darf ohne Aufsicht nicht geschossen werden.

Es ist nicht erlaubt, dass sich die Aufsicht in einem Nebenraum mit Sichtfenster zum Schießstand befindet. Hier ist die Sicherheit und Ordnung nicht mehr gewährleistet.
Die Ablenkungen von den eigentlichen Aufgaben, als Aufsticht, ist zu groß und ein schnelles Handeln ist nicht möglich.

Es sind die Regeln der Sportordnung und die des Waffenrechts einzuhalten, bei Verstößen verliert die verantwortliche Aufsicht ihre  Zuverlässigkeit und nicht nur als Aufsicht, sondern auch für den Waffenbesitz!

Einige Fehler im Fragenkatalog WSK des NSSV wurden gefunden und auch Korrigiert.  
Auch der Lösungsbogen wurde überarbeitet. Jetzt sind es 311 Fragen.
Stand: 09.06.2012.

sind auf der Seite “Waffenrecht” veröffentlicht. Es sind Auszüge aus der WaffVwV, die im März 2012 in Kraft getreten ist. Die Beiträge sind für uns Sportschützen sehr Interessant. Bitte lesen…

der Bremer Senat kippte die geplante Waffensteuer am 20.03.2012.
Dennoch will Bremen eine Gebühr für die Kontrollen der legalen Waffenbesitzer einführen.

   

Für Sie vor Ort  

Dietmar Piklaps
Referent f. WaffR und WSK

Mobil: 0151 258 55212
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